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Wie Sie mit Storytelling Ihre Stakeholder besser erreichen können

Wie Sie mit Storytelling Ihre Stakeholder besser erreichen können

Voraussetzung für gute Öffentlichkeitsarbeit ist es zu verstehen, dass die Vorteile eines Produktes oder einer Dienstleistung erst durch die Bedürfnisse der Kunden entstehen. Demnach machen viele Unternehmen einen sensiblen Fehler bei ihrer PR: Sie richten ihren Blick zu sehr nach innen. Zwar sind die Entwicklungsphasen, die technischen Details sowie branchenspezifische Trends wichtig für das Produkt, für die Öffentlichkeit hingegen sind diese Informationen eher sekundär.

Denn die Konsequenz ist: Es gibt häufig Pressemitteilungen, die unverständlich, zu technisch oder zu sehr nach Eigenmarketing klingen. Journalisten brauchen aber einen echten Mehrwert für ihre Leser. Denn Aufgabe ist es, den Lesern spannende Inhalte und brisante Neuigkeiten zu liefern. Dieses Prinzip gilt branchenübergreifend für digitale und analoge Medien. Schließlich interessiert den Endkunden auch nur das Endprodukt.

Daher ist es wichtig, den Blickwinkel einmal zu ändern und sich in die Perspektive des Kunden hineinzuversetzen. So fällt es leichter, interessante Pressemitteilungen über Produktneuheiten, die Firmenhistorie, Inhalte, Geschichten sowie Besonderheiten der Dienstleistungen zu verfassen.

Ein Beispiel, um es greifbarer zu machen aus einem mittelständischen Familienbetrieb. Nach vielen Jahren zieht sich der Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens aus dem Geschäft zurück und seine Tochter löst ihn ab. Solch eine Unternehmensnachfolge hat das Potenzial eine spannende Meldung zu sein, sofern man die Situation aus der Perspektive unterschiedlicher Zielgruppen betrachtet:

Es ist recht wahrscheinlich, dass lokale Personen die Unternehmerfamilie kennen. In diesem Fall kann die Personalmeldung emotional formuliert werden, da es einen regionalen Bezug und Neuigkeiten über lokale Bekanntheiten gibt.

Für die Leserschaft von Wirtschaftsmedien ist es hingegen interessant zu erfahren, welche neuen Wege in der Unternehmensnachfolge gegangen werden. Relevant sind hier vor allem Fakten, die auch von potenziellen Partnern und anderen Unternehmern verwertet werden können. Was für Hürden musste der Unternehmer vielleicht bei der Übergabe an seine Tochter überwinden? Gibt es in dem Zusammenhang eventuell auch aktuelle wirtschaftliche Bezüge?

Eine Stakeholder Gruppe hat jedoch kein Interesse an einer Personalmeldung: die regulären Kunden. Daher sollte eine andere emotionale Ebene angesprochen werden. Für Kunden kann es wichtig sein, dass das Unternehmen weiterhin familiengeführt ist und somit Sicherheit, Beständigkeit und Qualität suggeriert.

Wie man sieht, ist der Blick nach Außen und die Frage was die verschiedenen Stakeholder interessiert, von essenzieller Bedeutung in der Unternehmens-PR. Daher ist es auch wichtig mit der Zeit und entsprechenden Trends zu gehen. Unsere Erfahrung zeigt, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen häufig dazu neigen, den Fokus auf Schlagworte, wie zum Beispiel „optimiert“, „innovativ“, „Marktführer“ oder „perfekt“ in Pressemitteilungen zu legen.

Dabei wird vergessen, dass Medien nicht bewerben wollen – es sei denn, ein Unternehmen bezahlt für den Beitrag. Dieser Beitrag ist dann allerdings auch als Werbung gekennzeichnet. Aber noch viel wichtiger: vor allem Kunden wollen Geschichten hören und lesen und nicht mit noch mehr Werbung konfrontiert sein. Für sie ist es interessant zu erfahren, warum ein Produkt besonders ist oder warum eine bestimmte Dienstleistung die beste ist.

Es hat sich herausgestellt, dass vor allem die Konsumenten jüngerer Generationen Wert auf die Geschichten einer Marke legen und diese erfahren wollen. Somit sind heutzutage auch „hard selling facts“ nicht mehr so relevant wie früher einmal. Stattdessen richtet sich das Kauf- und Konsumverhalten mehr nach der Markenidentität und deren Anziehungskraft.

Diese Umstände führen uns schließlich zum sogenannten Storytelling. Das Storytelling ist eine beliebte Methode in der PR und momentan unverzichtbar für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Mit dieser Notwendigkeit für das Storytelling schließt sich der Kreis und führt uns zurück zur Anfangsfrage: Wie wird das Unternehmen gesehen und haben die Kunden die gleiche Sicht?

Sie wollen ihre Geschichte medienwirksam erzählen? Sprechen Sie uns an!

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