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THEMA: Erosion des Traditionellen? - Über das Vertrauen in Medien

THEMA: Erosion des Traditionellen? - Über das Vertrauen in Medien

Die Digitalisierung hat grundlegenden Einfluss auf nahezu alle Aspekte des täglichen Lebens. Ob es um Kommunikation, Konsum, Liebe oder die klassische Wirtschaft geht – überall trägt sie zur Veränderung der Lebenswirklichkeiten bei. Das Edelman Trust Barometer hat jetzt untersucht, inwieweit sich unser Vertrauen in Medien verändert, in Zeiten, in denen jeder mit einem Internetzugang quasi selber zum Medium werden kann.

Vertrauen ist ein hohes Gut, wenn nicht gar das höchste. Das gilt bei persönlichen Beziehungen genauso wie auf gesellschaftlicher Ebene. Vertrauen ist das Bindeglied, der soziale Kit innerhalb der Bevölkerung. Vertrauen in die Regierung, in Institutionen, in Medien und Unternehmen. Insbesondere Medien sind in einer demokratischen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzender Meinungsmacher. Nach wie vor repräsentieren Medien für den normalen Bürger das Fenster zur Welt. Daraus beschafft er sich die Informationen über das Weltgeschehen und lässt sich partiell in punkto seiner Beurteilung bestimmter Ereignisse sowie aber auch der von Produkten und Dienstleistungen beeinflussen.

Das neueste Edelman Trust Barometer untersucht, wie es um das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien bestellt ist. Wer hat die Spitzenposition auf dem Olymp der Deutungshoheit? Holen die „neuen“ Medienformen wie Soziale Netzwerke und Suchmaschinen auf? Und was bedeutet das für PR und Öffentlichkeitsarbeit? Brauchen wir neue Kommunikationsstrategien?

Klassische Formate verlieren an Bedeutung
Die Studie belegt, dass sich die Mediennutzung langsam, aber stetig wandelt. Zwar geben immer noch 74% der Befragten an, Fernsehen mehrmals in der Woche zu nutzen, womit das gute, alte TV-Gerät weiterhin die Spitzenposition inne hat. Jedoch findet Bewegung auf den folgenden Positionen statt. Auf Nummer zwei folgen mittlerweile Suchmaschinen; 70% nutzen sie mehrmals pro Woche. Auf Platz drei folgen die Sozialen Medien mit immerhin 54%. Das bemerkenswerteste Ergebnis: Zeitungen und Radio haben einen signifikanten Vertrauensverlust erlitten und landen auf den Plätzen vier und fünf mit lediglich 51% bzw. 40%. Ein Tiefschlag für den klassischen Journalismus, dessen Abwärtstrend ungebremst voranschreitet.

Kurzer Einwurf: Blogs werden größer gemacht, als sie in Wahrheit sind – lediglich 15% besuchen sie mehrmals pro Woche. Als Meinungsmacher spielen sie gesamtgesellschaftlich nur eine marginale Rolle.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die Mediennutzung spürbar diversifiziert. Es gibt nicht mehr das eine Medium, das unangefochten das Fenster zur Außenwelt der Gesellschaft repräsentiert, wie es einst das Fernsehen war. Allerdings ist es doch so: Eine größere Varianz bringt Gutes mit sich. Der Konsum verschiedener Formen erlaubt mehr Freiheit, da mehrere Betrachtungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Meinungen und Schlüssen zu Rate gezogen werden können. Allerdings ist jeder angehalten, sich aus dem Wust an Darstellungsformen eine eigene Meinung zu bilden. Das macht ihn mündiger und insbesondere differenzierter. Somit liegt in der mittlerweile erreichten Vielfalt durchaus Potential für Positives.

Große Chance
Aber zurück zur Studie: Vielleicht das überraschendste Resultat des Barometers ist, dass Unternehmensmedien insbesondere bei einer Zielgruppe an Vertrauen gewinnen konnten: Die Millennials (Generation Y) vertrauen zu 43% Firmennews, das sind beachtliche 10 Prozentpunkte über dem Wert in der allgemeinen Bevölkerung. Das illustriert die wachsende Reputation der Unternehmen. Insbesondere unter Bezugnahme des Vertrauensverlustes klassischer Medienformen verdeutlicht dieser Umstand, dass Firmen vermehrt direkt und ungefiltert die Zielgruppen ansprechen sollten, und dass das Spiel über die Bande „Journalismus“ immer nebensächlicher wird. Zwar sind Redakteure immer noch wichtige Multiplikatoren, die allein aufgrund ihrer vermeintlichen Objektivität den Botschaften die notwendige Relevanz sowie Seriosität verleihen. Dennoch bedeutet dieses Ergebnis nichts anderes, als dass Unternehmen eigenständig gezielt Nachrichten verbreiten können – und sollten! Der Konsument schenkt diesen Botschaften Vertrauen und Glauben, dieses Kapital gilt es auszunutzen.

Wir bei Alpha & Omega PR helfen Ihrem Unternehmen, gezielt Botschaften zu erstellen sowie zu verbreiten, sodass die Firma selbst als Quelle informativen und vor allem relevanten Contents wahrgenommen wird.

Autor: Jan-Patrik Frohn

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